Heute am 18.Oktober 2008, gegen 16:15, hat sein Herz aufgehört zu schlagen.

Nein nicht einfach so, wir mussten diese Entscheidung für Pino treffen, was uns nicht einfach gefallen ist.

Wir haben einen lieben Freund verloren, der ewig in unserem Herzen wohnen wird, der uns durch dick und dünn begleitet hat, der nie geklagt und immer duldsam war, der uns uneingeschränkt liebte und verehrte.

Dieser außergewöhnliche Hund war in seinen letzten Wochen sehr krank und kein Arzt konnte ihm helfen und ihn von dem befreien, was ihn marterte. Auch während dieser Phase war er geduldig und seine treuen Augen suchten unsere Aufmerksamkeit bis zum letzten Atemzug.

Er ist in den Armen seines Frauchens eingeschlafen und fühlte sich geborgen und sicher. Wir weinen um ihn und hoffen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Wir lieben Dich bis in den Tod

Moni, Mike, Gina + Pina

 

 

Pino´s letzte Ruhestätte

 

Was man tief in seinem Herzen besitzt,

kann man nicht durch den Tod verlieren.
 

Pino, ein Prachtkerl, sanft und so verträglich

Immer gab es Leckerchen von Frauchen

Pino kam mit 2 Jahren aus Italien nach Deutschland und wurde etwa 13 Jahre alt.

Seine charmante Art begeisterte jeden

Jeder Tag mit Pino war für uns ein Geschenk

Pino mit Welpen Pina. Pino mochte Ihn von Anfang an

Wir vermissen dich so, Pino

Schlaf gut, Pino. Wir werden uns irgendwann wiedersehen....


Dieser wunderbare Hund kam zu uns, als wir noch den unsagbaren Schmerz über den Verlust von Zigan verarbeiteten. Wir litten sehr unter dem Verlust, und gerade Pino tröstete uns in seiner unauffälligen, liebenswerten Art, forderte Aufmerksamkeit und Zuneigung von uns. Er war in seiner Art ganz anders wie Zigan, vielleicht gerade deshalb haben wir uns so schnell an ihn gewöhnt.

Ich kann nur jeden ermuntern, einen südländischen Hund den Vorzug zu geben. Sie sind gut sozialisiert und zeigen mit Anhänglichkeit Ihre Freude an einem geregelten Leben.

Pino, gerade erst eine Woche bei uns, hat sich im Garten ein Versteck gesucht Pino auf einem Misthaufen beim Mäusebuddeln
Pino, Toby und Frauchen Pino mit seinem ausdrucksvollen Kopf Pino und Herrchen Pino geschafft nach einem langen Spaziergang
Pino traurig und schmusebedürftig, weil ein Rivale bei uns daheim zu Besuch war Pino im Schnee

Seine kleine Geschichte begann vor ungefähr 6 Jahren im sonnigen Italien:

Er kam als Straßenhund zur Welt und musste sich, nachdem seine Mutter ihn nicht mehr säugte, fast allein durchschlagen. Schon früh hatte er dort Bekanntschaft mit dem Spezies Mensch gemacht und seine guten und schlechten Erfahrungen gesammelt.
Nachdem er mit ungefähr 2 Jahren am Zaun der Arche Noah an einem kurzen Stück Kette gefunden wurde, ging es ihm fortan besser. Zuerst lebte er dort mit vielen meiner Artgenossen in einem großen Freigehege. Er hat sich an den Rudelführer  TOM  gehalten und sich als Betarüde die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Immer wenn es etwas zu melden gab, stand er Seite an Seite mit Tom in der ersten Reihe und verscheuchte vorbeifahrende Autos, Kühe und sonstige Störenfriede. Er lies meinem Unmut freien Lauf, mit viel Gebell hat er alle in die Flucht geschlagen. Irgendwann ist sein Rudelführer Tom verstorben. Er hatte leider Krebs und kam von einem Tierarztbesuch nicht wieder zurück. Seine Trauer war sehr groß und er zog sich ganz aus dem Rudel zurück, weg von dem Platz an dem nur er und Tom immer gelegen hatten, oben an die Tür, aus der Tom aus seinem Leben verschwunden war, in der Hoffnung, das er doch noch zurückkommt. Doch er kam nicht! Seine Welt geriet in Aufruhr. Er wollte das Rudel nicht als Chef übernehmen, denn er ist etwas schüchtern. Von den anderen Herren war auch keiner bereit diese Aufgabe zu übernehmen, da Tom sehr schlecht zu ersetzen war.
Er war ein toller Chef.

Tierfreunde aus Deutschland haben ihn beobachtet und beschlossen, ihn mitzunehmen. In seiner unendlichen Trauer musste er sich seinem Schicksal ergeben, er sollte also in Deutschland eingebürgert werden. 

Seine neue Familie hatte viele Familienmitglieder, da war Ralf sein neues Herrchen, Karin sein Frauchen, Gismo der Irische Wolfshund und Gypsi eine kleine Mischlings-Italienerin.........
In diesem Rudel machte er seine ersten Auslandserfahrungen und musste feststellen, das es ganz schön war. Gismo war fortan sein Rudelführer und Gypsi spielte mit ihm wild und ausgelassen.

Eines Tages kam dann Nachwuchs ins Hunderudel, Elliot mit Namen und auch ein irischer Wolfshund. Er übernahm direkt die Erziehung des kleinen Racker und fühlte mich pudelwohl. Seine Lieblingsbeschäftigung blieb allerdings das Jagen. Er war keinem Abenteuer abgeneigt, hetzte wie Wild den Hasen hinterher. Elliot, inzwischen zu einem stattlichen jungen Rüden herangewachsen unterstütze ihn wo er konnte, manchmal hatte sogar Gismo Lust auf Beute . Sie waren unbestritten ein super Jagdteam, nur Karin war über diesen Zustand überaus besorgt. Sie machte sich nicht nur über seinen Jagdtrieb sorgen, sondern auch um seine menschliche Anbindung, er war zwar in einem gewissen Maße anhänglich, aber das Hunderudel gefiel ihm mit all seinen Regeln viel besser.

Genau in diesem Augenblick kam er zu uns, denn ab diesem Tag war die Idee geboren, er sollte ein neues Zuhause bekommen.  Als wir ihn abholten, brachte ihn Ralf zum Auto und streichelte ihm nochmals liebevoll über den Kopf. Er zeigte etwas Wehmut in seinen Augen , aber er durfte in diesem Augenblick nicht entscheiden, er musste mitfahren.

Sein neues Abenteuer begann mit einem Ausflug nach Bonn. Wir kauften dort eine große Tüte Bestechungsmaterial und fuhren dann in sein neues Zuhause. Zaghaft betrat er die Wohnung, hier roch alles noch so sehr nach Zigan, Toby war so unfreundlich zu ihm, ach, er  war einfach traurig. Er vermisste sein Rudel, sein Frauchen und auch sein Herrchen. Zum ersten Spaziergang musste er an der Leine gehen. Es war ziemlich langweilig, denn an der Leine ist er eher schüchtern und ganz brav. Er schnüffelte seine neue Umgebung ab und entdeckte als erstes ein riesengroßes Kornfeld, das inzwischen schon gemäht war. Überall raschelte es, Mäusegeruch lag in der Luft und er durfte nicht nachsehen............. Zuhause fiepte er wegen der ungewohnten Situation etwas herum und legte sich dann vor den Wohnzimmerschrank, damit er alles sehen konnte.

Ich habe sogleich eine dicke Decke hingelegt, hier war also sein selbst ausgesuchter Platz, auf dem er dann liegen konnte. Er war sich noch nicht so richtig schlüssig, ob er nun für immer hier bleiben musste, ob er sein neues Frauchen oder sein neues Herrchen mochte. Mike konnte ihn so schön trösten. Immer wenn er fiepte, rief er nach ihm, er lief zu ihm und schon streichelte er ihn und sprach beruhigend auf ihn ein. Ich beobachte genau, wie er sich verhielt, immer wieder lief er in den Garten zur Tür, durch die sein ehemaliges Frauchen verschwunden war, Dort musste sie doch irgendwann wiederkommen. Als wir dann das erste Mal durch diese Tür gingen, begriff er schnell, das sein altes Rudel nicht da war, aber dafür viele
Menschen, die ihn toll finden, die ihn streicheln und ihn anlachen, ihm sagen, was für ein toller Kerl er ist. Er genießt diese Streicheleinheiten und hält ganz still.

In der Straße wohnen zwei Hundedamen, Diva die stürmische Schäferhündin und Sally ein netter kleiner Mop, der sich verzückt vor ihm setzt und ihm die Schnauze leckt. Dann gibt es noch in unserem Haus den Kaspar, der alle Hunde anbellt. Nur bei ihm scheint er eine Ausnahme zu machen. Als er ihn das erste Mal sah, hat es ihm wohl die Sprache verschlagen, kein Gebell sondern nur ein neugieriger Blick. Pino durfte näher gehen und Kaspar wedelte zaghaft mit seinem Stummelschwanz. Pino zeigte ihm, wie freundlich er ist und schon waren sie Freunde. Immer, wenn sie sich begegnen, beschnüffeln sie sich freundlich.

Inzwischen kennt Pino fast alle Hunde in seiner Umgebung, Paul, Kimba, Attila, zwei nette Mischlingsmädchen, und noch so einige, deren Namen wir noch nicht so genau verstanden habe. Alle freuen sich, wenn sie Pino sehen. Zuhause ist Toby etwas netter zu ihm geworden, sie legt sich oft in seine Nähe und manchmal liegen sie Seite an Seite auf dem Sofa, halten ihren Mittagsschlaf. Er geht vier Mal am Tag Gassi, drei kleine Runden bei denen Toby mitgeht und eine große Mäusefang- und Spielrunde, inzwischen ohne Leine ohne sichtbaren Jagdtrieb, der nicht zu bändigen wäre. Abends liegt er immer in unserer Nähe und wartet auf seine Krauleinheiten. Er ist anhänglich und verschmust..................